Themen in Köln

Die 17. lit.COLOGNE

Karten sichern für das größte Literatur-Festival der Welt - in Köln

 

Das 17. Mal vom 7. bis 18. März 2017

Paul Auster, T.C. Boyle, Martin Suter, Ian Kershaw, Charlotte Link, Jonathan Safran Foer, Carolin Emcke, Ian McEwan, Richard Precht, Heinrich Böll und viele mehr...

Heute, am 6. Dezember 2017 um 11 Uhr, wird das vollständige Programm der lit.COLOGNE 2017 mit allen Veranstaltungen veröffentlicht. Damit beginnt auch der Kartenvorverkauf über litcologne.de.

Der reguläre Vorverkauf über alle bekannten Vorverkaufsstellen beginnt am Samstag, 10.12.2016 ab 10:00 Uhr.

Was die Menschen in und um Köln bewegt

"Eine britische Fliegerbombe ist mir lieber als 3 muslimische Sprengstoffgürtel" Tweet vom 31.1.2014

Kirche Johannes 23. Köln
Die Kirche mit dem Namen eines Reform-Papstes

Die Kirche neben dem Bagger, der auf die Fliegerbombe am 30. Januar 2014 stiess und Köln einen Abend lang in Atem hielt, gehört zu den unbekanntesten und wenig beachtetsten Kirchen in Deutschland.  Das Erzbistum Köln hat sie 1968 erbauen lassen, damals gehörte sie zur absoluten Architektur-Avantgarde. Der Reform-Papst Johannes, der 23. gab der Kirche seinen Namen.

Er war der Papst, der das Zweite Vatikanischen Konzils einberief, das am 11. Oktober 1962 feierlich eröffnet wurde. Seine Vorgänger Pius XI. und Pius XII. hatten über eine Wiedereröffnung des abgebrochenen I. Vatikanischen Konzils zwar nachgedacht, aber letztlich darauf verzichtet.

Gegenüber dem französischen Philosophen Jean Guitton, den der Papst als ersten Laienbeobachter zum Konzil einlud, bekannte er sich dazu, schon sehr lange, seit Leo XIII. 1902 von den getrennten Brüdern sprach, über die Ökumene nachgedacht zu haben. Das Konzil sollte das „Aggiornamento“ (= „Aktualisierung“) der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert einleiten und versinnbildlichen. Historische Verdienste erwarb sich Johannes XXIII. um die Überwindung der Kubakrise, als er mittels eines Briefes zwischen dem katholischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow vermittelte, ebenso durch zahlreiche Friedensinitiativen, zum Beispiel durch seine Enzyklika Pacem in terris.

 

Ratzinger & Co. und sicher auch der in Köln unglaublich beliebte Kardinal Meissner, Noch-Erzbischof von Köln hatten nach dem Tode von Johannes, dem 23. alle Hände voll zu tun, die eingeleiteten Reformen und die Ökumene zu zerschlagen und den Katholizismus wieder ins finsterste Mittelalter zu führen.

 

Der Zustand, die Vernachlässigung, ja das Verstecken dieser kleinen modernen Kirche der Katholischen Studentengemeinde Köln versinnbildlicht geradezu, wie wenig die Moderne von einigen Kirchenoberen geschätzt wird, wie sehr sie geradezu bekämpft wird. Der Beton ist durch jahrelange Verwitterung ohne jede Pflege und Reparatur an einigen Stellen so brüchig, dass die Armiereisen und der rostige Stahl zu sehen ist. Die Kirche hat man verkommen lassen - wie die Reformen, die nun hoffentlich endlich von dem neuen Papst Franziskus wieder aufgegriffen werden.

Der Bau der Moschee

Die Moschee-Kuppel in Köln
Selbst für Laien sind Strukturen in der Betonkuppel der Moschee zu erkennen. Und eine weiße Moschee, wie von der DITIB bestellt, ist es auch nicht. Jetzt sieht es aus wie ein Atomkraftwerk (AKW). Hat der Architekt das wirklich so gewollt?

Auf den ersten Blick sind sehr deutlich Strukturen und Flecken im Beton zu erkennen. Darüber und wegen der Kostenexplosion, die für solche Bauprojekte (Elbphilharmonie mal als Beispiel aus Hamburg) eher typisch sind, ist es zum Eklat mit dem Star-Architekten gekommen. In Köln ist der Bau der Moschee gestoppt worden, da der Bauherr, die DITIB, mit den Leistungen überhaupt nicht zufrieden ist (und wie man hier sieht eigentlich auch nicht sein kann.)

Hat der Bauherr auch die Befürworter gegen sich aufgebracht?

Für den kostspieligen und spektakulären Sakral-Bau, der im Vorfeld sehr umstritten war, und der von den toleranten Kölnern, allen voran dem Ex-Oberbürgermeister durchgesetzt wurde, darf der Bauherr eine TOP-Qualität verlangen. Dieser ist nun selbst in die Kritik geraten, da er angeblich die Befürworter des Projektes im Beirat durch seine etwas zurückhaltende Kommunikation desavouierte. Jetzt reiben sich die Bedenkenträger, die immer schon gegen die Groß-Moschee waren, die Hände und dreschen im Kölner Stadtanzeiger fast täglich auf die DITIB ein.

Moschee Köln von der Inneren Kanalstrasse
Im Morgenlicht gut erkennbar, die Strukturen im Beton - war dies vom Architekten beabsichtigt?

Mein ganz persönlicher Kommentar

Also, wenn ich der Bauherr wäre, würde ich diese Betonkuppel keinesfalls akzeptieren - meiner Meinung nach hat die DITIB recht, aber ob es ein kluger Schachzug war, den renommierten Architekten Herrn Böhme zu entlassen und den Beirat derart zu brüskieren, wird sich wohl noch erweisen.