Web 2.0

Evolution der Internetkultur

Der Begriff „Web 2.0“, ein durch den Verleger Tim O’Reilly im Jahre 2004 geprägter Begriff, beschreibt nicht etwa die neue Version einer Software oder einer anderen Technologie, sondern einen Wandel in der Internetkultur hinsichtlich der Art der Nutzung des Internets.

 

Während „Web 1.0“ als einseitige Internetkultur beschrieben werden kann, in der Websites als reine Informationsquelle oder Verkaufsseite dienten, definiert „Web 2.0“ eine interaktive Internetkultur, in der Nutzer Inhalte nicht nur nachschlagen, sondern aktiv mitgestalten und mit anderen Mitgliedern teilen können. Die Entwicklung geht hier weg von statischen Internetseiten hin zu dynamischen Webpräsenzen mit höherem Kundennutzen.

 

Diese Evolution konnte nur aufgrund dessen stattfinden, dass die Nutzung des Internets immer einfacher wurde und Nutzer mittlerweile auch ohne spezielle IT- oder Programmierkenntnisse interaktive Inhalte einstellen und gestalten können.

Web 2.0 und kollektive Intelligenz (Wisdom of the Crowd)

Ein großer Schritt in Richtung Web 2.0 wurde mit der Erfindung von Wikis gesetzt. Wikis sind Plattformen, die das gemeinschaftliche Bearbeiten von Artikeln zu bestimmten Themen ermöglichen. Entgegen der anfänglichen Skepsis, Vandalismus könnte den Informationsgehalt auf einem niedrigen Niveau halten, entstand dadurch eines der wichtigsten Online-Nachschlagewerke – Wikipedia.

Weitere Anwendungen des Web 2.0

Zu den Anwendungen, die kennzeichnend für das Web 2.0 sind, gehören soziale Netzwerke wie MySpace, Facebook und Twitter, Kontaktnetzwerke wie StudiVZ und Xing sowie Blogs, Foren, Podcasts, Video- und Fotoportale, auf denen verschiedene Communities ihre Interessen mit Mitgliedern weltweit austauschen können.