Yahoo

Update 05/2013: Yahoo schafft den Turn-around mit einer Frau an der Spitze

Eine Powerfrau für Yahoo
Eine Powerfrau für Yahoo

Seit Marissa Mayer Yahoo führt, ist die Abwärtsspirale offenbar gestoppt.

So hat die ehemalige Google-Managerin, die auf Betreiben des Hedgefonds-Managers Daniel Loeb berufen wurde, Yahoo ordentlich auf links gedreht:

1. Die Mitarbeiter mit Heimarbeitsplatz wurden ins Büro beordert.

2. Investitionen in neue Technologie (u.a. Summly, eine Mini-Firma).

 

Die neueste Aktion richtet sich frontal gegen Microsoft: Marissa will die Kooperation mit Bing beenden und stattdessen mit Google, ihrem Ex-Arbeitgeber, arbeiten.

 

Nach allem, was Marissa bisher gemacht hat, ist sie bisher jeden Dollar ihrer 36 Mio-Gage wert gewesen.

 

Wer die Yahoo-Aktie bei ihrem Antritt im Juli 2012 gekauft hat, kann sich mittlerweile über ein satten Kursgewinn von 40% freuen.

Für die leidgeplagten Aktionäre ist dies nach den Erfahrungen mit den unfähigen Vorgängern schon ein Lichtblick.

Yahoo ist momentan wieder ein klarer Kauf. (Aktueller Kurs am 12.5.: US$ 20,35, Kursziel auf 12 Monate US$ 30)

 

Der unaufhaltsame Aufstieg und tiefe Fall eines Dotcom-Pioniers

Yahoo Deutschland Logo

(nachfolgender Text aus Wikipedia)

"Im Jahr 1994 arbeiteten die Gründer von Yahoo, David Filo und Jerry Yang – zu jener Zeit Doktoranden an der Fakultät für Elektronik an der Universität Stanford – an einer Navigationshilfe für das Internet. Die Liste der im Webkatalog verzeichneten Internetseiten wuchs damals rasant an, worauf die Gründer die Inhalte nach Kategorien ordneten. Daraus entstand eine kommentierte Bookmark-Sammlung. Damit war der Grundstein für eine der erfolgreichsten Marken im Internet gelegt. Die Website startete zunächst unter dem Namen „Jerry and David´s Guide to the World Wide Web“. Im Herbst 1994 wurden bereits eine Million Anfragen und 100.000 Nutzer verbucht. Im darauffolgenden Jahr wurde das Unternehmen Yahoo offiziell gegründet. Im Jahr 1995 wurde Yahoo in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, ein Jahr später erfolgte der Start an der Börse. Am 28. Januar 1996 wurde Yahoo Deutschland gegründet, die deutschsprachige Portalseite wurde am 10. Oktober 1996 veröffentlicht. Die Yahoo Deutschland GmbH formierte sich im November 1996 als Joint Venture mit Softbank (Ziff Davis). In den folgenden Jahren erschloss Yahoo weitere nationale Märkte mit der Eröffnung seiner Portale in Japan, Großbritannien, Frankreich(jeweils 1996), Singapur, Australien, Korea, Dänemark, Norwegen, Schweden (jeweils 1997), Italien, Spanien (jeweils 1998), Volksrepublik China (1999), Argentinien, Indien und Kanada (jeweils 2000).

Yahoo gehört zu den Pionieren des Internets und hat in den 1990ern stark vom Boom des neuen Mediums profitiert. Mit den steigenden Werbeeinnahmen durch die Onlinewerbung stieg auch der Aktienkurs auf Rekordwerte. Mit dem Zusammenbrechen der sogenannten Dotcom-Blasegingen 2000/2001 auch die Werbeeinnahmen massiv zurück. Der Umsatz brach ein und stagnierte in den folgenden Geschäftsquartalen.

In dieser schwierigen Situation und unter dem neuen Chef Terry Semel änderte das Unternehmen seine Geschäftsstrategie. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Yahoo viele Dienste wie E-Mail-Konten, Online-Terminplaner usw. den Benutzern kostenlos angeboten, um eine möglichst große Zahl an Kundenkontakten auf seinen Seiten zu generieren. Denn: Je mehr Kundenkontakte realisiert wurden, desto teurer konnte Yahoo die Werbebanner auf seinen Seiten verkaufen. Diese Strategie basierte auch darauf, dem User alle Dienste, die er 'braucht', aus einer Hand anzubieten, um den Kunden zu binden.

Yahoo erweiterte seine Produktpalette und bot schließlich auch kostenpflichtige Dienstleistungen an. Hierzu kaufte Yahoo beispielsweise die Jobbörse HotJobs und die Fotoseite Flickr und integrierte diese in seine Angebotspalette. Neben einem kleinen Angebot bezahlter Inhalte und Services wird der Großteil der Umsätze aber nach wie vor über Werbung generiert und damit sichergestellt, dass den Nutzern die meisten Yahoo-Produkte kostenlos zur Verfügung stehen.

 

Um die Jahrtausendwende war kam sehr schnell Google auf, deren Suchergebnisse einfach besser und relevanter waren und sich als weniger anfällig vor Manipulationen wie Keyword-Stuffing und andere damals sehr verbreiteten "SEO"-Techniken erwiesen. Google führte mit dem Pagerank einen Algorithmus ein, der die Linkpopularität als Rankingfaktor sehr hoch bewertete und damit letztlich so etwas wie Glaubwürdigkeit im Internet schuf. 

 

Die Suchergebnisse von Yahoo konnten zu dieser Zeit sehr leicht manipuliert werden und Yahoo galt als käuflich und zu kommerziell, da Yahoo jeden Quadratmillimeter der eigenen Website mit Werbung zupflasterte. In Deutschland und ganz Europa liefen in den Jahren 2001 - 2004 daraufhin die Suchmaschinen-Nutzer in Scharen von Yahoo zu Google über, während in USA dieser Effekt nicht ganz so ausgeprägt war.

Bis nach der Jahrtausendwende nutzte Yahoo die Datenbestände von Altavista, Inktomi und zuletzt von Google als Grundlage für die eigene Suchmaschine. Im Februar 2004 wurden aber die Verträge mit Google gekündigt. Seitdem verwendet Yahoo eigene Suchalgorithmen und Indizes. Um gegenüber Google im Suchmaschinen-Sektor Boden gut zu machen, wurden am 7. Oktober 2003 mit Overture Services (später: Yahoo Search Marketing) ein Spezialist für Online-Suche und -Marketing und am 19. März 2003 der Suchmaschinenbetreiber Inktomi übernommen.

2005 stieg Yahoo für eine Milliarde US-Dollar beim chinesischen Online-Portalbetreiber Alibaba.com ein.

Am 30. April 2007 übernahm Yahoo den Werbespezialisten Right Media. Der Preis soll bei 680 Millionen US-Dollar (500 Millionen Euro) gelegen haben.

 

2008: Der größte Fehler in der Unternehmensgeschichte

Warum die Yahoo-Aktionäre arm blieben und die Yahoo-Mitarbeiter Mr. Yang verfluchen

Anfang Mai 2007 berichtete die New York Times von Fusionsgesprächen zwischen Microsoft und Yahoo, diese wurden jedoch erfolglos abgebrochen.

Am 18. Juni 2007 trat Yahoo-Chef Terry Semel zurück. Der Mitgründer Jerry Yang übernahm seine Position.

Ende 2007 erwarb Yahoo das global agierende Online-Werbenetzwerk BlueLithium für knapp 300 Millionen Dollar.

Trotz der abgebrochenen Gespräche im Mai 2007 hat Microsoft am 1. Februar 2008 angekündigt, Yahoo für 44 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Ein entsprechendes Angebot wurde den Aktionären vorgelegt. Dieses Angebot wies Yahoo zurück und forderte pro Aktie rund neun US-Dollar mehr. Am 4. Mai 2008 zog Microsoft das Angebot zurück.[2]

Am 18. November 2008 trat Jerry Yang als CEO von Yahoo zurück.[3] Am 14. Januar 2009 übernahm die Software-Managerin Carol Bartz das Amt.[4]

Im Juli 2009 schloss Yahoo eine strategische Allianz mit Microsoft im Bereich der Internetsuche. Microsoft sollte die eigenen und die Suchtechnologien von Yahoo nutzen und migrieren und daraus eine neue, noch leistungsfähigere Suchmaschine entwickeln. Die Yahoo-Suchtechnologie sollte also Teil dieser neuen Suche sein. Zudem wurde vereinbart, dass Yahoo auf den eigenen Seiten weiterhin die Suche verantwortet, gestaltet und entwickelt, also nur im Backend auf eine andere Suchtechnologie zurückgreifen soll. Die zuständigen Behörden in den USA und Europa haben diese Partnerschaft im Februar 2010 ohne Auflagen genehmigt, die Umsetzung erfolgt sukzessive.[5]

Im August 2009 folgte die Akquisition einer der führenden Internet-Gemeinschaften im arabischen Raum: Maktoob.com.

Am 16. Dezember 2009 ging die neue Startseite von Yahoo deutschlandweit an den Start. Jeder Nutzer kann von nun an seine persönlichen Seiten und Dienste aus dem gesamten Internet einbinden und sich so seinen eigenen Startpunkt ins Web gestalten.

Im Februar 2010 ging Yahoo eine weltweite Partnerschaft mit dem sozialen Netzwerk Twitter ein.

Anfang März 2010 feierte Yahoo sein 15-jähriges Jubiläum.

Seit 8. Juni 2010 findet die weltweite Integration von Facebook-Inhalten statt. Nutzer, die sowohl Yahoo als auch Facebook nutzen, können ihre Konten somit verbinden.

Am 6. September 2011 trennte sich Yahoo per sofort von ihrem Chief Executive Officer (CEO) Carol Bartz und ernannte Finanzvorstand Timothy Morse zum CEO ad interim.[6]"

 

Google als weißer Ritter?

Der Social Bookmarking-Dienst Delicious und andere Tochter-Firmen werden mittlerweile so schlecht geführt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann Yahoo vollständig in der Versenkung verschwindet. Mr. Yang hat den Laden sehr gründlich vor die Wand gefahren. Zuletzt (Oktober 2011) soll sich der NYTimes zufolge Google noch für ein paar Patente und gute Mitarbeiter interessiert haben und über eine Private Equity Firma ein formelles Übernahme-Szenario ausgearbeitet haben.

Bei der Dummheit und Arroganz von Yang wird da wohl nichts draus. Der Mann will wirklich leiden...

 

Fazit für Anleger:

 

Ganz schnell verkaufen, die Yahoo-Aktie ist praktisch nichts wert. (Stand 07/2012 nach Update von Mai 2013 sieht die Situation völlig anders aus. s.u.)