Nokia

Bevor Apple 2008 den Smartphone-Markt mit dem iPhone und Google mit den Androids betrat, war die Welt für Nokia noch in Ordnung.

 

Nokia verkaufte weltweit nicht nur die meisten Handys; Mobiltelefonie schien fast ein Synonym für den finnischen Konzern.

 

Er hatte sich durch ergonomische Geräte ohne Schnickschnack, aber sehr guter Bedienerführung, nützliche Innovationen und moderate Preise an die Spitze der Handyhersteller gearbeitet. Dank üppigster Quersubventionierung der Geräte durch die Mobilfunkanbieter, sprudelten die Gewinne von Nokia.

 

Auch das Aufkommen der Blackberries von RIM (Research in Motion) hat Nokia nicht gefährdet, erst Apple und Google beendeten den 20-jährigen Siegeszug eines Weltkonzern, der einmal mit der Produktion von Gummistiefeln angefangen hatte und dann erfolgreich diversifizierte.

 

Dank exzellentem Produkt-Marketing und weitsichtiger Führung gelang es, einen Global Player in Finnland aufzubauen, Motorola, Siemens und Sony-Ericsson hatten dem wenig entgegenzusetzen.

Nokia Handy aus 2007
Gutes altes Nokia, ich werde Dich kaum vermissen

P.S.: Ach ja, "das nächste Mal kein Nokia" war nicht nur das Blödel-Motto einer Gruppe in StudiVZ, sondern hat sich in der Realität durchgesetzt.

 

Das einst so erfolgreiche Unternehmen hat sich offenbar hoffnungslos im Smartphone-Markt von Android und iPhone abhängen lassen. Mein iPhone 3GS und das LG-P990 werden von keinem Nokia Smartphone erreicht. Nokia hatte sich aber auch etwas ganz tolles einfallen lassen:

 

Ein unglaublich schlecht programmierbares Betriebssystem namens Symbian, an dem auch Top-Entwickler verzweifelten und natürlich zierliche Netzstecker, damit man die Kabel der Vorgänger nicht mehr verwenden kann und die leider gerne im Gehäuse kaputtgehen.

 

Dies war kein Einzelfall, sondern ist, wie aus Foren bekannt, ein eingebauter Fehler gewesen. Gut, dass man dies hier einmal festhalten kann: Wettbewerb und Innovation belebt das Geschäft und verdrängt unfähige Entwicklungs-Chefs!

 

Da helfen auch keine tollen Allianzen mit Microsoft, was zählt, sind innovative Produkte, die Nutzer begeistern. Zuletzt hat Nokia vor allem massenweise Entwickler entlassen müssen, zur Freude der Android-Konkurrenz, die diese Fachleute gerne aufnahm.

 

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