Gutes SEO passt sich den Algorithmus-Updates an (s.o.)

Mit dem beherzten Griff in veraltete SEO-Trick-Kisten haben (gefühlt, nicht gemessen) etwa ab 2012 halbseidene Agenturen und Hobby-SEO'ler zwar noch Geld verdient, aber letztlich Kunden geprellt und den Ruf einer Branche schwer beschädigt.

 

Die alten Methoden aus den Jahren 2003-2010 führten in der Anwendung in den Jahren ab 2011 nur noch in den seltensten Fällen zu dem erhofften Erfolg.

Sondern zu Geld- und Zeitverlust und Frustration.


Einige Websites sind sogar daher aus dem Index geflogen. Viele haben Penalties erhalten.

Die meisten sind nicht vom Fleck gekommen.

Daher hat SEO bei vielen einen schlechten Beigeschmack.  


Ein Beleg dafür: Selbst ein so legendärer SEO-Guru wie Rand Fishkin änderte den Namen seines Unternehmens SEOmoz, indem er das "SEO" aus dem Namen verbannte. Google hat es einerseits verstanden, "SEO" als Spam zu brandmarken und andererseits sind viele SEOs der Versuchung erlegen, mit minimalem Aufwand maximale Relevanz vorzutäuschen. Hier musste Google einschreiten und hat über diverse Algorithmus-Updates Panda, Penguin und Hummingbird die Regeln bei SEO deutlich geändert.

 

Nun können eigentlich nur noch diejenigen erfolgreich mitspielen bei SEO, die etwas von Content Marketing verstehen. Und die eher im Marketing als in der Programmierung zu Hause sind. Die SEO-Trickser haben nunmehr nicht die geringste Chance, etwas zu erreichen.

Das neue SEO lebt

SEO Tortendiagramm
SEO 2015 hat mit dem SEO von 2010 nur noch den verbrannten Namen gemein

Woraus besteht nun das neue SEO? 


  1. Content Marketing (40%)
    • Strategie
    • Responsemessung und Steuerung
    • Entwicklung
    • Distribution
  2. Technische SEO Onpage (37%)
  3. Social Media Marketing (12%)
  4. Organisches Linkbuilding (11%)


Was SEO mit "Was Ihr wollt" und "Phantom der Oper" zu tun hat

Insbesondere die Response-Messungen der Besucher sind nun ein wichtiger Bestandteil von Content Marketing geworden. Ich habe gerade diesen Aspekt in meinen SEO-Seminaren seit einigen Jahren betont und mit CTR, Bounce-Rate und Verweildauer meine Teilnehmer malträtiert. ;-)

 

Am besten kann man  die Responsemessung, die Searchmetrics neuerdings auch als Content Performance misst, mit dem Applaus bzw. der Zuschauerreaktion im Theater vergleichen. 

Auch dort ist letztendlich das Feedback des Publikums für den Erfolg des Stückes entscheidend. Wenn das Publikum Abend für Abend hingerissen ist, ist das Stück erfolgreich-  auch wenn die Kritiker es verrissen haben. Und umgekehrt gilt auch: Wenn die Rezensionen auch noch so überschwänglich sind, am Ende entscheidet der Daumen des Zuschauers. 

Deswegen nun nur noch auf den Applaus zu achten und ganz auf Werbung zu verzichten, käme niemand, sagen wir etwa am Broadway in den Sinn.  Auch der Verzicht auf exzellente Beleuchtung, genügend Notausgänge, bequeme Bestuhlung, ermäßigte Vorpremieren-Karten etc. pp. wäre sicher kontraproduktiv.  Und erst recht wäre es dumm, nicht auch einmal etwas Neues auszuprobieren und zu schauen, ob es ankommt.

 

In unserem Geschäft ist es ganz ähnlich: Allein auf die Top-Qualität des Contents können wir uns bei unseren Firmenkunden nicht verlassen. Die teuersten Produktionen sind gewiss nicht immer die besten. Und so versuchen wir immer wieder neue Wege zu Reichweite, Sichtbarkeit und zur Zielgruppe zu finden, gerade wegen begrenzter Mittel können wir uns den Top-Content oft nicht leisten. Hier sind sehr gute Kompromisse zu machen und dabei sollten die Erfolgsaussichten verschiedener Optimierungsmaßnahmen abgewogen werden können.

 

Diese Analysen und Überlegungen machen heute einen guten Teil unserer Arbeit aus. Da fühlen wir uns in unserem Element.