Was bevorzugen eigentlich die Suchenden?

oder : In dubio pro SEO!

am 21.5.2016 aktualisiert und ergänzt

Google produziert viel weisse Fläche

Google hat weltweit die Suchergebnisseiten stark geändert.

 

Google optimiert permanent die SERPs (die Search Engine Result Pages), aber diesmal ist die "Suchmaschinenoptimierung" vor allem AdWords zu Gute gekommen:

 

4 AdWords-Anzeigen nun statt 3, außerdem bei den meisten Suchbegriffen keine Anzeigen mehr auf der rechten Seite.

Dort ist ein riesiger weißer Raum entstanden. Auf die 10 Anzeigen, die sich vor dem drastischen Revirement dort über meist kostenlose Sichtbarkeit freuen konnten, dürfte Google gerne verzichtet haben, denn darauf wurde tatsächlich kaum geklickt. 

Auf den meisten Bildschirmen sind jetzt nur noch 2 organische Ergebnisse unter den 4 AdWords-Anzeigen zu sehen, bevor gescrollt werden muss (above the fold).

 

Da die Suchenden, also wir alle, aber meistens zu faul zum Scrollen oder Wischen sind oder es schlicht eilig haben, dürfte sich der Anteil der AdWords-Klicks gegenüber den organischen Klicks vergrößern.

Diesen Effekt müsste man messen können, wenn man die Entwicklung des Besucher-Traffics vieler gut positionierter Websites verfolgt. 

 

Da unsere Kunden sehr gut positioniert sind und wir über viele Google-Analytics-Daten verfügen, haben wir einmal die Probe aufs Exempel gemacht.

 

Ergebnis: Der Anteil des organischen Traffics ist von durchschnittlich 68% auf 50% gesunken.

Das zeigt, dass Google immer weniger bereit ist, Traffic zu verschenken und damit auf der Linie von Facebook, die nahezu überhaupt keinen (kostenlosen) organischen Traffic mehr vermitteln.

 

Organischer Traffic ist 6 mal grösser

Nach Avinash KaushikGoogle’s Analytics Evangelist und Autor von Web Analytics: An Hour A Day”: stammen 14% aller Klicks aus AdWords-Anzeigen and 86% aus der Organischen Ergebnisliste.

Organische Suchergebnisse vs. Adwords

Organische Suchergebnisse bevorzugt gegenüber Adwords Werbung
Für viele keine Überraschung: Organische Suchergebnisse klar präferiert

Offensichtlich bevorzugen im Schnitt also die meisten Nutzer der Google-Suchmaschine recht deutlich die organischen Ergebnisse, während nur jeder siebte Suchende auf die AdWords-Anzeigen klickt.

Wer das Pareto-Prinzip (80:20 Regel) hier anwendet, wird daher die zielorientierte Pflege seiner Website und damit die Organische Positionierung nicht vernachlässigen, da darüber "kostenlos" im Schnitt 6-mal so viele zielgruppengenaue Besucher adressiert werden als bei den kostenpflichtigen AdWords.

 

Ein einfaches Rechenbeispiel (alle Angaben Apr. 2016) dazu:

 

Für das Keyword "Jagdmesser" gibt es ca. 446.000 Suchergebnisse und der zu erwartende CPC beträgt 0,28 €. 

 

Die monatlichen Suchanfragen liegen bei ca. 6.600. Glauben wir das einfach mal, die tatsächlichen Zahlen mögen abweichen, aber für das Beispiel spielt das keine Rolle.

 

Wenn also nun davon ausgegangen werden kann, dass ca. 86% der Suchenden auf die organischen Ergebnisse klicken, dabei die Seite 1 ca. 98% aller Klicks erhält und die Position 3 im Schnitt ca. 16% berechnet sich der monatliche Anzeigenwert des Keywords auf Seite 1 zu:

 

6.600  x  98%  x  86%  x  0,28 €  x  16%  =  € 249,20.     € 249,20 / 0,28 € = 890 Klicks/Besucher

 

Der Betrag € 249,20 entspricht dem monatlichen "Wert" des organischen Rankings.
Diesen müsste ein AdWordskunde monatlich bei Google zahlen, um 890 Klicks/Besucher zu erhalten. Dieser Wert hat eine gewisse Halbwertzeit, er verfällt - ohne weitere Pflege und Optimierung der Website - in etwa 2 Jahren auf 10%.

Daher rechnen wir für die Reihe (€ 249,20 - 24,92) /23 x 24 x 12 einen Gesamtwert (die Zahlen-Reihe müssten wir eigentlich noch abzinsen, aber die Zinsen sind ja eh bei 0% ;-)) 2.808,38 €.

 

Dieser Betrag stellt den Werbewert zu AdWords-Preisen des organischen Rankings für dieses eine Keyword dar und stellt damit zugleich die Obergrenze dessen dar, was die Suchmaschinenoptimierung für dieses Keyword kosten darf.

In der Praxis, z.B. bei eCommerce-Seiten geht es natürlich um einen Set von Hunderten oder Tausenden von konversionsstarken Keywords, und natürlich dabei um viele Long Tail Keywords. Da kommen dann schon gerne mal bei, sagen wir 200 Keywords, Werte von 560.000 € heraus. 20%-30% dieses Betrages sind auf einen Zeitraum von 24-36 Monaten durchaus ein realistisches SEO-Budget.

Solche Budgets verlangen aber gefestigtes Vertrauen - und sehr viel Erfahrung - auf beiden Seiten! 
Mit einem seriösen SEO-Anbieter (wie komme ich denn dazu?) werden Sie sehr viel AdWords-Geld sparen.

Vergleich Adwords-Kampagne gegen Google Positionierung
Vergleich Adwords-Kampagne gegen Google Positionierung

 

 

Die Auffindbarkeit in Suchmaschinen, vor allem bei Google, ist wichtig für jede kommerzielle Website.

Neben gezielten Anzeigenkampagnen (AdWords/SEM) generieren Spitzen-Positionen in den organischen Suchergebnissen nicht nur mehr Kontakte und Leads, sondern erhöhen auch das Vertrauen von Bestandskunden, Partnern, Mitarbeitern und der übrigen interessierten Öffentlichkeit in die Leistungsfähigkeit und Kompetenz eines Unternehmens.

 

 

Wir freuen uns auf Ihre unverbindliche Anfrage.