Internet Business News


Yandex: Russische Suchmaschine erobert europäischen Markt

Google dominiert nicht nur mit 67 Prozent den US-Markt, sondern mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent auch den deutschen Markt bei den Suchmaschinen- so sehr, dass wir das Wort „googeln“ als selbstverständliches Synonym für die Online-Suche verwenden.

Doch jetzt droht Konkurrenz aus Russland.

Weiterlesen


LYCOS: Comeback mit intuitiver Suchmaschine

Der ehemalige Suchmaschinenriese LYCOS plant sein Comeback in diesem Jahr und will Google mit einer neuartigen Suchmaschine Konkurrenz machen.

 Weiterlesen

 

Zalando schreit (noch) nicht vor Glück

Das Geschäft boomt nicht nur zur Weihnachtszeit, die Umsatzsteigerung ist gigantisch, aber die Gewinne bleiben aus. 

Das bisher erfolgreichste deutsche Startup, der Berliner Internet-Modehändler Zalando, hat 2012 seinen Umsatz mit etwa einer Milliarde Euro gegenüber dem Vorjahr verdoppelt- aber keine Gewinne erzielt.

Weiterlesen

 



Erfolge in der Zeit vor Google

LYCOS wurde 1994 gegründet und war Ende der 90er Jahre mit einer Webpräsenz in 40 Ländern die am meisten besuchte Internetadresse der Welt.

 

Auf dem deutschen Suchmaschinenmarkt hatte LYCOS einen klingenden Namen und konkurrierte zusammen mit Yahoo, Alta Vista, HotBot und Excite um die Gunst des Online-Users- bis Google den Suchmaschinenmarkt dominierte und sein Name in Vergessenheit geriet. 2008 verkaufte LYCOS Europe, ein Joint Venture zwischen LYCOS und Bertelsmann die Geschäftsbereiche Domain und Shopping und gab seine Portal- und Webhosting-Aktivitäten auf.

 

Mit Ybrant Digital vor dem Comeback

Seit 2010 befindet sich LYCOS im Besitz der indischen Ybrant Digital und soll nach Angaben von Geschäftsführer Rob Balazy noch in diesem Jahr mit einem völlig neuen Suchmaschinenkonzept auf den Markt zurückgeführt werden. Geplant ist, so Balazy auf der Technologie-Newsseite The Next Web, die Onlinesuche einfacher zu gestalten und, ähnlich wie der Knowledge Graph von Google, statt Links aufbereitete Inhalte anzubieten. Dadurch solle der Prozess des Ausprobierens und Klickens auf Suchergebnisse und das anschließende Zurückkehren zur Ergebnisseite wegfallen.

 

Wie der  CEO betonte, wolle sein Unternehmen nicht in direkten Wettbewerb mit Google treten. Während Google das gesamte Internet indexiert habe, wolle sich LYCOS auf die Hauptbegriffe und auf wichtige Suchanfragen beschränken und die erste Anlaufstelle für Nutzer werden, die nach Informationen suchen, mit Freunden interagieren wollen oder nach Geschäftspartnern suchen. 

 


Zalando boomt - aber ohne Gewinn

Als Grund gilt unter anderem die hohe Rücklaufquote, Ergebnis eines kostspieligen Förderprogramms der kostenlosen Hin- und Hersendung, was die Kernzielgruppe der weiblichen Shopperinnen zwischen 22 und 45 Jahren besonders gerne nutzt. Über die Höhe der Rücklaufquote ist nichts Genaues bekannt, wie das Unternehmen mitteilte, liege diese aber nicht über dem branchenüblichen Durchschnitt.

 

Der 2008 von den berühmt-berüchtigten Samwer-Brüdern gegründete Online-Shop hat bisher große Investitionen getätigt, um seine Expansionspläne fortsetzen und sich gegen den etablierten Marktführer, den Hamburger Otto-Versand, behaupten zu können: Pünktlich zu seinem 4. Geburtstag im Oktober 2012 investierte Zalando nicht nur in den Ausbau dreier Bürogebäude in Berlin für mehrere hundert Mitarbeiter, sondern eröffnete auch ein großflächiges Logistikzentrum bei Erfurt mit 1000 Lagerarbeitern. Fast gleichzeitig expandierte er nach Nordrhein-Westfalen: Gemeinsam mit dem Investor Goodmann  entsteht in Mönchengladbach auf 110.000 Quadratmetern ein hochmoderner Logistikstandort, um die Vertriebsaktivitäten in den westeuropäischen Kernmärkten weiter zu stärken. Auch dort werden 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Bereits im Herbst 2013 soll hier der Testbetrieb aufgenommen werden.

 

Inzwischen verschickt Zalando Ware in 14 Länder, doppelt so viele wie vor einem Jahr.

 

Erst im Oktober 2012 erhielt Zalando nach namhaften Unternehmen wie Schwarzkopf, Lufthansa, Bosch und der Deutschen Telekom den Deutschen Marketing-Preis 2012 für seine beispielhafte Marketing-Leistung.

 

Die hunderte Millionen Euro, die sich der Onlineschuhhändler seine Werbemaßnahmen bisher kosten ließ, und die die Glücksschreie seiner glücklichen Kunden in allen Medien ertönen ließ, haben sich also gelohnt: Vom Nobody zu 95 % Bekanntheit in vier Jahren. Bei Mercedes & Co. hat es bekanntlich etwas länger gedauert. Nachhaltigkeit war gestern.

 

Otto hat bereits angekündigt, die von Wettbewerber Zalando vorgestellten Marketingmaßnahmen in diesem Jahr mit einer neuen Werbekampagne, die das Unternehmen auf Mode positioniert, zu beantworten.