Google ist nicht mehr das Maß aller Dinge - auch nicht für SEO

Das Ende des T-Rex - der Dinosaurier Google ist einsam

Eine kleine Technik-Evolutions-Nachtgeschichte, erzählt vom Märchen-Onkel Michael Zachrau aus Köln

aktualisiert am 08.12.2016

T-Rex ist immer für eine Überraschung gut (c) @Osnuflaz auf Instagram
T-Rex ist immer für eine Überraschung gut (c) @Osnuflaz auf Instagram

Was die Dinosaurier nun letztlich gekillt hat in der Evolution, darüber wird auch heute immer noch gerätselt. Es gibt ein paar plausible Theorien.
Aber die Tatsache selbst, dass selbst der aggressivste Saurier, der T-Rex, nicht überlebt hat, ist unbestreitbar.
Google ist heute der Tyrannosaurus Rex der Suchmaschinen und Verzeichnisanbieter und es könnte sein, dass wegen diesem Buzz-Akronym SoLoMo nur seine kleinen und wendigen Brüder, die Echsen und Krokodile überleben werden.
Disruption trifft auch gelegentlich die Grossen, vor allem wenn diese gleichermaßen glücklos wie aggressiv agieren.

Na ja, noch kann sich Google rühmen die größte Suchmaschine der Welt zu betreiben.

Und fette (Quasi-)Monopol-Gewinne einstreichen. In Europa sogar weitgehendst unversteuert, so macht man das. So blöd sind wir Europäer halt. Und jetzt ist die Marke Google sogar noch wertvoller als die von Apple. Glückwunsch, Congratulations.

 

Aber das Ende der Ära der monolithischen Suchmaschinen ist nah, der Zenit längst überschritten. Die Gewinne werden wie Butter in der Sonne schmelzen, die Aktionäre von Google werden sich die Augen reiben.

 

Kurz gesagt: Das Internet ist (noch) erwachsen(er) geworden. Wer sagt so was? 

Ich weiß es von den Vögeln, die zwitschern es von den Dächern. Und von den Amis, die sind nämlich schon 2-3 Jahre weiter.

 

Gesucht und gefunden wird mittlerweile woanders

Immer öfter wird Mama Google nicht mehr gefragt.

😮

(Wovon Google-Alternativen kaum profitieren konnten.)

Nicht bei Reisen, Hotels, Restaurants, Büchern, Mode, Autos, Wohnungen, Häusern, Personal.

 

Wer eine Ferienwohnung buchen will, den Partner fürs Leben sucht oder ein gebrauchtes Auto kaufen möchte, wird eher nicht auf Google danach suchen.

Denn die Nutzer wissen, das sie die eigentlichen Angebote und Anbieter am besten bei den spezialisierten Vergleichsportalen wie fewo-direkt, Parship oder Autoscout24 finden. Auch wenn es Google nicht gefällt: die Suchmaschine weist allenfalls den Weg zu den relevantesten Portalen. Und Google hat im April aufgegeben, selbst Vergleichsportal zu spielen.
Darauf kommen wir später noch mal zurück.

 

 

Google zeigt in der Regel zwar interessante Suchergebnisse, aber höchst selten direkt das passende Angebot oder auch nur einen Anbieter. Sondern Portale, weitere Suchmaschinen also, die hochspezialisiert sind auf Ihre Klientel.

 

Und darauf hat Google kaum Zugriff, wenn überhaupt.

 

Und auch wer Informationen zu einem potentiellen Arbeitgeber recherchiert oder Entscheider und Beeinflusser im B2B-Geschäft sucht, wird auch nicht über Google gehen. Sondern über LinkedIn (Pardon: Microsoft!!) und XING.
Wer Interim Manager sucht, wird eher beim Marktplatz für Internet Manager manatnet fündig, wer SAP-Berater sucht bei biber-associates.

Google geht es ein klein wenig wie dem großen Warenhaus, es bietet irgendwie alles, aber nichts richtig. So ist Karstadt zu Grunde gegangen, Galeria Kaufhof hat es irgendwie noch geschafft, sich über die Zeit zu retten, aber längst sind spezialisierte Retail-Ketten die dominanten Player geworden.

 

 

Und wenn Google direkt die Angebote in den Suchergebnissen präsentiert, sind organische Ergebnisse kaum mehr von bezahlten Listings zu unterscheiden. Letzteren mißtrauen wir, ebenso wie den zusammengelogenen Beurteilungs-Sternen. Objektivität ist nicht käuflich per Anzeige - so werden Hinterwäldler und Deppen geworben - Google ist vor der Jahrtausendwende irgendwie anders angetreten.

 

Google will auch mobil suchen, nur wir nicht - mit Google

Um überhaupt all die Vergleichsportale und Marktplätze zu finden, wird Google von Suchenden gebraucht, vor allem von denen, die noch nicht orientiert sind und sich noch nicht so auskennen in Ihrem Such-Bereich.

 

Wenn also der Hausmann keinen Nagel gerade in die Wand bekommt, ohne sich dabei den Daumen zu verletzen, wird er bei Google nach Handwerkerleistungen suchen und findet z.B. das Portal myhammer oder selfio. 

 

Und danach ist der Suchende für Google wieder verloren. Genauso ergeht es Google, wenn der Profi-Sucher schon eine App von dem Portal auf seinem Smartphone nutzt. Wer etwa im Frühjahr nach einem gebrauchten Cabrio sucht, wird dies sehr komfortabel in der App von auto24.de tun.

 

Und Google sieht wieder nur Rücklichter.

 

Wer das mal ein klein wenig weiter denkt, stellt fest, dass der Trend zur App, zum Smartphone auch ein Trend weg von der guten alten Suchmaschine Google ist. 

Deshalb tut Google (fast) alles, um mobil medien-relevant zu werden, s. Google AMP.  
Es wird wohl nicht reichen, denn die Nutzer greifen immer öfter direkt zur App.

 

 

Google agiert glücklos und aggressiv

Google erodieren die Umsätze, der Anfang vom Ende des Zeitalters der Suchmaschine hat schon begonnen. Dabei wirkt der MegaTrend SoLoMo - also Social Local Mobile - und dies ist wirklich ein Gamechanger. Da hat Google bisher noch kaum Antworten gefunden. 

 

Google ist überhaupt schlecht aufgestellt im Vergleich zu Apple, Amazon und Facebook, wie Scott Galloway von NVU Stern auf der DLDConference Anfang 2015 bereits feststellte.

 

Das ist Google selbst auch schon aufgefallen, die neue Holding alphabet ändert daran aber wenig.

 

So enttäuscht Nest, von dem sich der Gründer verabschiedete und auch Boston Dynamics, erst für Milliarden gekauft, steht schon wieder zum Verkauf. 

Aber Google hat doch ein Vergleichstool und sogar Affiliate Network usw. werden einige einwenden. 
Ja, schon, aber leider hat Alphabet das "compare tool" im April eingestellt, da es nicht geschafft hat, genug Umsatz zu generieren, um seine Position im Anzeigenplatz zu rechtfertigen. Comparison shopping hat offenbar nicht funktioniert für Google.
Wie vor 3 Jahren Affiliate Network Marketing.

Bei Alphabet wird alles an den Zahlen von AdWords gemessen. Das ist doch smart, oder?

Leider ist in der Technikgeschichte auch öfters die Innovation gescheitert an erfolgreichen Cash Cows.
Das legendärste Beispiel lieferte Rank Xerox, die in Ihren Labors (PARC) in den 70er Jahren bereits vernetzbare PCs mit grafischen Benutzeroberflächen und Mäusen serienreif entwickelt hatten, deren Manager aber lieber hochprofitable Büro-Kopierer verkauften. Ein gewisser Steve Jobs war damals einer der staunenden Besucher im PARC, der sich dort wesentliche Anregungen holte. Aber das ist eine andere Geschichte und aus dem Radio klingt das Lied: "Don't know much about history..."

Google+ war ein Megaflop, Android ist ein nettes Etikett aber kein echtes Asset, es bietet weder eine durchgängige Komfort-Plattform wie Apple mit iOS, noch besitzt es einen großen Wert über den reinen Marktzugang (Search spielt eine untergeordnete Rolle auf Smartphones und Google Play ist Kleinvieh) hinaus und bei Local sträuben sich bei den Händlern die Nackenhaare, wenn Google das 24. Mal sich umorganisiert bei StreetView, Local Guides, Business View und Maps. Das Chaos in diesem Bereich ist dem Umstand geschuldet, dass die Super-Nerds im Googleplex wie selbstverständlich davon ausgehen, dass andere kostenlos gerne für Google die lokalen Klinkenputzer spielen und diesen kann man dann gerne auch mal ganz alleine lassen. Der Support jedenfalls ist unter aller Kanone.

Dass Google Maps, Google Drive, Gmail und viele andere Dienste nützlich sind, wird niemand bestreiten, aber Google lässt eine kohärente Strategie oder gar eine überzeugende Vision vermissenund lässt allzu oft gerade erst gestartete oder gut eingeführte Dienste fallen - phantasie- und gnadenlos, wie HAL.

Im Vergleich mit Musk, Zuckerberg oder Bezos zeigt die Google-Führung in den letzten 5 Jahren sehr große Schwächen. Obwohl die Gründer das Steuer wieder übernommen haben und angeblich Revolutionen ausgerufen haben. 

 

Was sagt die Börse?

Und wenn womöglich erst mal die AdWords-Kunden realisieren, dass für weniger Suchende deutlich  höhere Klickpreise zu zahlen sind, wird sich der Trend weg von der Suchmaschine noch verstärken. Es muss nicht so schlimm kommen, wie Karl Kratz orakelt, aber es könnte schon Nokia-Dimensionen haben.

 

Das letzte Quartal war jedenfalls sehr enttäuschend für die Aktionäre von alphabet und auch die "other bets" wie Boston Dynamics oder Nest machten nur negative Schlagzeilen. Der fortgesetzte Verfall der CPC, der Klickpreise bei Google AdWords also, hat nicht nur die Befürchtungen der Analysten bestätigt, sondern auch das Management Ende Februar zu einem radikalen Umbau der Suchergebnisseiten der Google Suchmaschine veranlasst. (Bald keine organischen Ergebnisse mehr bei Google?)

 

Und was machen jetzt alle Putzerfische, ähh, SEOs?

 

Daher empfehle ich allen, die sich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen (das sind diejenigen, die Websites so lange optimieren, bis sie Google gefallen), schon einmal sich ein wenig neu zu orientieren:  
Auf die Optimierung der Listungen in den Vergleichsportalen und Marktplätzen und auf Social Media Optimierung, (Anm. d. Verf. ...jedenfalls weg von Google oder Facebook "pure", wie es zuletzt auch Olaf Kopp mit seinem neuesten sehr lesenswerten Artikel über Online-Marketing mit und ohne Google sehr schön bestätigt.


Und, - man kann ja nie wissen, wofür man es später mal braucht, -auf Konversionsoptimierung, eher bekannt auf neudeutsch unter dem Akronym CRO für Conversion Rate Optimization.
Und da ist ja noch jede Menge Arbeit und Luft nach oben. 

 

Einige haben das schon als neuen Markt entdeckt, so wie Johannes Beus von Sistrix. Der will erkannt haben, dass E-Commerce-Suchen keine Stärke von Google sind. Ist ja unerhört und ein Glück, dann bin ich also schon mal nicht der einzige, der das frech behauptet.

 

Und baut dann ein Tool zur Optimierung der Amazon-Suche. Gut der Mann, während wir noch quasseln und herumheulen, dass Google uns nicht mehr lieb hat, baut der schon an seiner nächsten Cash Cow und schluckt Seolytics. (Wieso hat Searchmetrics die eigentlich nicht gekauft? Na, das ist aber jetzt ein ganz anderes Thema, da kommen wir sicher noch drauf zurück;-))

 

In der zunehmenden Nischenbildung und Fragmentierung des Suchmarktes werden sich noch viele neue Betreiber von as-a-service Plattformen tummeln. 
 

Für diese wird auch ein Platz bei Google zukünftig noch so wertvoll sein, dass sie professionell Suchmaschinenoptimierung für Google betreiben werden. Also müssen nicht alle SEOs bangen, dass Mama gleich ganz verschwindet, - Ihr könnt Euch in Ruhe abnabeln.

 

Ob auch Markenartikler zukünftig verstärkt SEO betreiben werden, hängt davon ab, wie stark Google Brands in seinem Algorithmus gewichtet.
Stand 2016 bevorzugt Google die Marken sehr stark und hält Blogs für irrelevant. 

Eine 180° Wende, denn Google hat früher Blogs geliebt, aber da war Matt Cutts noch oberster Spam-Beauftragter und noch nicht im Dauer-Sabbatical...

Es gab sogar - viele werden es noch wissen, eine Extra Such-Rubrik Blog, neben Video, Bilder, News und Maps - bis irgendein Google-Nerd in der donnerstäglichen Search-Conference bemerkt hat, dass die Masse keine Blogs liest. Sondern Bildzeitung und HuffPost.

Motto: "Ist das Kunst oder kann das weg?". Dann wurde beschlossen Blog-Search zu killen.

So könnte es jedenfalls gewesen sein.

 

Das werden viele Blogger Google sicher nie verzeihen, aber so ist Google nun mal
- "not evil, but without empathy".

Und wenn sie nicht gestorben wärn, dann lebten sie noch heute.

Feedback auf den Post / Rezeption

Channels-Traffic-Anteile
Traffic-Anteile der Channels von ant-marketing am 22.6.2016, - fast 80% des Traffics stammt NICHT aus organischer Suche

Klar, am Tag nach dem Erscheinen eines neuen Artikels kann ich von Google nicht verlangen, dass der Bot ihn schon gelesen und durch den Algorithmus gejagt hat.
Was das alles kosten würde, das ist technisch gar nicht möglich, wirtscchaftlich nicht darstellbar!
Doch! Denn genau diese Blog-Search-API, die innerhalb einer Stunde die neuesten und interessantesten Blogposts in den Google-Index aufnahm, gab es.

Aber Google hat ihn ja abgeschaltet (s.o.), denn wen interessieren eigentlich Blogs?
Na, immerhin ein paar meiner Social Media-Freunde!
Pssst! Es ist nicht Google+...

Was meint Ihr denn so?


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Kommentare: 12
  • #1

    Yannick Lotz (Donnerstag, 23 Juni 2016 07:45)

    Sehr guter und höchst interessanter Beitrag.

    Fairerweise muss man sagen, dass Google zwar längst nicht mehr in jedem Bereich, aber immer noch in manchen eindeutig das Maß der Dinge ist - Google Maps beispielsweise ist besonders im mobilen Bereich nahezu konkurrenzlos, dagegen ist Apple Maps (leider) ein ziemlich schlechter Witz, insbesondere auch bei der Navigation. Hier hat Google es in recht kurzer Zeit geschafft, bei vielen Nutzern das Navigationssystem zu verdrängen und durch eine (zumindest bei Android) native Google-App zu verdrängen.
    Zudem bietet Google nach wie vor die (mMn.) bedeutenste E-Mail Plattform und mittels Google Drive ein recht innovatives, aber insbesondere komplett kostenfreies Cloud-Tool, das Microsoft Office 365 in vielerlei Hinsicht immer noch überlegen ist.

    Doch diese Dienste haben auch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie werden kaum (spürbar) in irgendeiner Form gewinnbringend genutzt. Na klar, Google sammelt fleißig Daten, aber faktisch existiert keine direkte Monetarisierung von Maps, Drive (Zusatzleistungen könnte man kaufen, aber wer braucht schon mehr als 15 GB Speicher ;) ) oder Gmail, da stellt sich doch die Frage, wie diese Dienste weiterbetrieben werden sollen, wenn die Cash-Cows á la AdWords mal wegfallen.

    Der gesunde Menschenverstand sagt: Nutze Google sowie es dir Nutzen bringt und verschließe nicht den Blick vor (besseren) Alternativen. Dass es sich bei diesen Alternativen nicht um Google-Kopien mit zusätzlichen Filtern oder generell 0815-Suchmaschinen für alles handelt, hast du in deinem Artikel ja schon sehr deutlich dargelegt. :)

  • #2

    Olaf Kopp (Donnerstag, 23 Juni 2016 08:52)

    Grundsätzlich ja... Google wird Anteile insbesondere an Produktsuchmaschinen wie Amazon abgeben werden. Allerdings finde ich in Deinem Beitrag einige Ungereimtheiten, die nicht zusammen passen. Warum kauft Johannes Beus Seolytics? Bestimmt nicht weil er denkt, dass Google so unwichtig wird wie Du es hier beschreibst... Marken Relevanz pro Thema ist wichtig für Google, ja. Aber wie kommst Du darauf, dass darunter Blogs leiden??? Marken können genauso Blogs betreiben, genauso wie sich ein Blog zu einer Marke entwickeln kann.

  • #3

    Olaf Kopp (Donnerstag, 23 Juni 2016 08:56)

    Ach ja, und bei Deiner anteiligen Traffic-Verteilung mag es auch vielleicht daran liegen, dass der Anteil an organischen Traffic so niedrig ist weil Du nicht so gut sichtbar bist. Will Dich hier nicht angreifen, aber man kann die "Belege" für die eigene These auch so drehen dass es gerade zum Argumentationsstrang passt.

  • #4

    Michael Zachrau (Donnerstag, 23 Juni 2016 10:54)

    Olaf, danke für Deine Einlassungen.
    Ich habe Johannes Beus als lebenden Beleg dafür herangezogen, dass sich der eine oder andere kluge Kopf auch schon mal für andere Suchmaschinen warmläuft. Dass er Marktanteile preiswert kaufen kann und noch mit SEO/SEM-Tools (primär für Google) Geld verdient wird, habe ich nicht angezweifelt.
    Aber die Ära der großen Suchmaschine(n) hat den Zenit überschritten - dafür habe ich sicher genügend Belege herangezogen.
    Dass Google bereits in den letzten 3 Jahren unwichtiger im Gesamt-Online-Mix geworden ist, kannst Du doch kaum bestreiten, oder?
    Im übrigen halte ich es, wie Du (?!) mit Churchill: Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.;.) ...

  • #5

    Michael Zachrau (Donnerstag, 23 Juni 2016 11:05)

    Danke schön, Yannick - stimme Dir vollkommen zu.
    Deine Ergänzungen - insbesondere zum Google-Geschäftsmodell - werde ich, wenn Du einverstanden bist, gerne in einer Überarbeitung am WE aufgreifen und einbauen.
    Offen gesagt, bin ich etwas überrascht, welches Echo der Artikel auslöst, der am Tag nach Erscheinen schon am Morgen von Hunderten gelesen und von über 50 Menschen geliked worden ist.
    Die Fragestellung scheint einen Nerv zu treffen - und was mich auch freut : nicht alle haben den Artikel und den Schreiber gleich in der Luft zerrissen (kommt ja vielleicht noch)
    Daher werde ich den Artikel noch ein wenig ausbauen. Freue mich über jedes (hoffentlich konstruktiv) Feedback - ...und Trolle frisst das Nichts.

  • #6

    Olaf Kopp (Donnerstag, 23 Juni 2016 11:21)

    Das liegt daran, weil Karl in geteilt hat ;-)

  • #7

    Michael Zachrau (Donnerstag, 23 Juni 2016 11:29)

    Huch - Olaf, Du meinst nicht etwa DEN Karl?
    Das wäre ja noch schöner...

  • #8

    Alexander (Freitag, 24 Juni 2016 03:08)

    Solang die Leute in Googles Suchschlitz "google" eintippen um googlen zu können - solange Bing, Yahoo und Co.KG im Schneckenmodus indexieren und Siri das Geschwätz von gestern plappert - solang man erst mal googlen muss, was es für Apps gibt und ob sie etwas taugen - solang auf 75% aller Apps ein AdSense Banner aufpoppt und solange es von jeder App noch 17 Klone gibt, ja solange muss man halt schon noch Google nutzen. Will ich für jeden Dreck eine andere App, wo ich nicht weiß was die für Daten zieht? Brauch ich alle 14 Tage ein neues Cabrio, damit sich die App lohnt? Muss ich mir bei MyHammer einen Pfuscher ersteigern oder Google ich nicht leichter nach einem Fachbetrieb oder einer Anleitung wie man es selber richtig macht? Google ist nicht perfekt, der Karl ein sehr sehr cleveres Kerlchen mit Weitblick, aber hey Leute, da draußen hat es soooo viele Leute, die fangen erst jetzt mit "googeln" an. Weiter denken und den Blick für die Zukunft haben ist OK, aber so schnell gibt der T-Rex den Löffel nicht ab und im Facebook nach nem neuen Satz Unterhosen googeln, damit es gleich noch der Chef, die Ex und die Schwiegermutter sieht - ne ne. Apropo Chef, der Personalchef googelt erstmal so grob bis er einen noch im Facebook findet, im Facebook sucht er nach Sauereien und Dummheiten und erst danach schaut er sich das geleckte Xing Profil an.

  • #9

    Michael Zachrau (Mittwoch, 13 Juli 2016 02:03)

    Alexander, alles richtig. Keine Frage.
    Was Du beschreibst ist sehr nah an der Realität. Das soll gar nicht in Abrede gestellt werden. Was viele aber nicht sehen:
    Mit den Kompetenzen, der Arbeitsweise und den Erfahrungen, über die ein guter SEO verfügt, kann/muß er/sie mehr erreichen als jedem Lidschlag und Wimpernzucken von Google (Update 49.) hinterherzurennen und atemlos Putzerfisch-Jobs für Google zu machen.
    Was ich sagen will: Macht Euch unabhängiger, seht die Potentiale, - sich allein auf Google (oder nur Facebook etc.) zu fokussieren, könnte ein sehr folgenschwerer Fehler sein...
    Aber auch diejenigen, die die Schüsse nicht hören wollen oder können: das regelt ja bekanntlich der Markt. Ist aber schmerzhaft - jetzt ein bißchen Gehirn anstrengen und aktuell ausrichten, ist vielleicht die smartere Variante.

  • #10

    Simon (Dienstag, 10 Januar 2017 15:17)

    Hallo Michael,

    toller Beitrag! Es war interessant zu erfahren, was sich im Bereich Google und SEO alles verändert hat. Meinst du, du könntest ein paar Tipps zu diesem Thema gebrauchen? Auf unserer Seite https://onma.de/seo-tipps/ findest du sie! Check doch diese Website mal aus und lass uns ein Feedback da!

    Liebe Grüße!

  • #11

    Micha (Mittwoch, 15 Februar 2017 22:36)

    Es ist spannend, wie schnell sich alles ändert, vor allem weil Google durch seinen Einfluss die mobilen Seiten so pusht. Besonders für kleine Seite wie unsere wird es dann schwieriger. Und die meisten SEOs halten Google immer noch für das Maß der Dinge. Ich finde die Sichtweise hier sehr erfrischend, das erweitert den Blickwinkel.
    Liebe Grüße!

  • #12

    Manuel (Samstag, 18 März 2017 00:16)

    Ein Beitrag der zum Umdenken anregt, denn bisher ist meist gegenteiliges zu lesen – zumindest für jemanden, der nicht soo tief in der Materie steckt...