Verbraucherschützer: Vor My Advertising Pays wird gewarnt!

Update vom 22.12.2016

MAP heißt jetzt TAP und ist PLEITE!

Es ist noch kein ganzes Jahr her und schon wieder ermitteln bereits Staatsanwälte gegen die Drahtzieher des Schneeballsystems My Advertising Pays. 
Und natürlich kommt es den Lesern dieses Blogs bereits bekannt vor: Erneut kann nichts ausgezahlt werden von den immensen Gewinnen. Oder waren es gar keine Gewinne, sondern wieder nur eingezahlten Beträge der neu angeworbenen oder noch schlimmer der unbelehrbaren, die bis zuletzt an das große Geld mit kleinem Einsatz glauben wollten?
Jedenfalls hat man sich mal wieder ein neues Mäntelchen umgehängt, denn der alte Name MAP war nun doch schon arg verbrannt. Wer nicht den ganzen Tag schläft und sich seine Hose mit der Kneifzange anzieht, hat nun sicher schon länger gemerkt, dass er bei MAP unversehens als "Unternehmer" Teil einer Betrugsmaschinerie wurde.
Der Trost einiger Geschädigter: Einige von den Akteuren sind nun doch schon mehr als einmal sehr unangenehm aufgefallen und könnten daher geneigt sein, um Anzeigen zu vermeiden, ein wenig Schweigegeld zu zahlen... Denn wer möchte schon wegen so einer dummen Betrugsnummer ins Gefängnis?

Da gibt man doch lieber etwas von seinem ergaunerten Geld ab, damit sich die eine oder andere Klage erledigt, gelle? Also geht am besten auf Eure Sponsoren zu und verlangt Euer Geld zurück - wenn ihr guten Glaubens wart...
Wenn nicht, kann Euch niemand helfen, denn gegen Dummheit und Gier ist noch kein Kraut gewachsen.

Schneeball-System mit echten Schneebällen
Schneeballsysteme sind wie Schneebälle: sie haben meist keine lange Haltbarkeit

Es gibt schon Zufälle, oder?

 

Da werden die Bannersbroker Betrüger gerade im Dezember 2015 in Kanada verhaftet, weil sie Anleger um 93 Mio $ geprellt haben. Gleichzeitig laufen viele derjenigen, die Bannersbroker verkauft haben, herum und propagieren ein neues System mit dem Namen "My Advertising Pays" - wiederum zum schnell reich werden.

 

Und der irrlichternde Simon Stepsys, der mit Bannersbroker in England viele Anleger prellte, ist auch wieder mit von der Partie.

 

Kurz gesagt, diesmal kann man Werbepakete kaufen, die man kurze Zeit später mit 20% Gewinn verkaufen kann und kostenlose Werbung gibt es noch dazu. Das ist ja mal was ganz pfiffiges und neues.

 

Tolles Geschäftsmodell. Sehr vertrauenerweckend. Nicht!

 

Alarmstufe ROT.

Mich überzeugt vor allem, dass sehr viele der handelnden Personen von My Advertising Pays die gleichen wie bei Bannersbroker sind, natürlich bis auf die Kollegen im Gefängnis.

 

Staatsanwälte in Deutschland warnen zwar vor unlauteren Geschäftspraktiken von MAP, können aber, da die Website und das Unternehmen im Ausland sitzt, nicht dagegen vorgehen.
Die Verbraucherschutzverbände warnen bereits seit längerem vor My Advertising Pays.

 

 

My Advertising Pays ist wie Bannersbroker II

Was haben die Protagonisten von Bannersbroker gelernt?

 

Aus "Verdoppeln des Einsatzes in kürzester Zeit" wurden 20%. Das klingt für Online Marketing Outsider mit niedrigem Einkommen und dafür umso höherer Gewinnsehnsucht - was leider Menschen knapp charakterisiert, auf die es viele Betrüger abgesehen haben und die regelmäßig auf solche Schneeballsysteme hereinfallen - irgendwie realistisch. 

 

Die Website von MAP ist auf Englisch und diesmal nicht per Google Translator übersetzt. Die Entwickler waren diesmal Profis, die Website von Bannersbroker war dagegen reiner Bullshit.

 

Den CEO M. Deese von MAP, einen ehemaligen Luftwaffen-Offizier, kann ich nicht einschätzen, aber er scheint cleverer zu sein als die Bannersbroker-Gründer, die am Anfang nicht einmal einen Hehl daraus machten, ein Ponzi zu sein.

 

Die vielen Beschwerden über Auszahlungsprobleme bei Bannersbroker haben Deese sicher zu dem Namen für My Advertising Pays inspiriert. Bin gespannt, wann die ersten Auszahlungsprobleme auftauchen...

 

 

Fazit

Zusammengefasst mein Eindruck: 

Wenn My Advertising Pays kein Ponzi / Schneeballsystem ist, was ist es dann?
Eine Konkurrenz zu Google und Facebook, wie man wieder einmal nicht müde wird zu behaupten?
Ein geniales Geschäftssystem?

 

 



Links

mit weiterführenden Informationen:

 

Auf Deutsch eine brauchbare Besprechung des MAP "Systems": 

In Englisch gibt es wesentlich mehr und sehr detailliert:

Sunday Times

RealScam

Behind MLM

 

Und noch 2 weitere Fundstellen: Zwei "Scam Buster", das sind Experten, die sich auf die Enttarnung von Scams, Ponzis etc. spezialisiert haben, sich mit den Strafverfolgungs-Behörden austauschen und kooperieren und schon unzählige Anleger vor Verlusten bewahrt haben.

Ethan Vanderbuilt

Patrick Pretty

 

 

 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Ronald (Freitag, 17 Juni 2016 15:08)

    Hallo,
    eine sehr schöne Einschätzung und Beurteilung des Systems "MyAdvertisingPays".
    Ich kann nur folgendes Urteil dazu abgeben: als ehemaliger aktiver MAPper, deren Account gesperrt wurde, weil ich in einem deutschen Forum MAP als Schneeballsystem bezeichnet hatte - halte MAP für unseriös, illegal, betrügerisch und mutwillig täuschend. Vor allem weil während meiner Sperrung die Voraussetzung 10 mal am Tag Werbung gucken nicht notwendig war. Die Credit Packs liefen trotzdem aus. Und der Support kann es angeblich mit der Umstellung von MAP 1.0 auf MAP 2.0 nicht mehr nachvollziehen. Der Support drohte mir bereits wieder mit einer Sperrung, wenn ich weiter den Support mit Fragen "belästige". Nebenbei ist das Impressum sehr zweifelhaft, weil es sich als eine britische Ltd. auf das deutsche Telemediengesetz verweist.

    Viele Fragen wurden NIE beantwortet, Unwahrheiten werden verbreitet und für das eigene System verwendet, um weiter die gutgläubigen kleinen MAPper zu beruhigen. Stattdessen fehlen bei den Drahtziehern, die ebenfalls bei Bannersbroker waren, Dokumente oder gar ganze Webseiten.
    Darüber sollten die MAPper nachdenken!

  • #2

    Michael Zachrau (Freitag, 17 Juni 2016 16:14)

    Danke für Deine Erfahrungen mit 'MyAdvertisingPays'.
    Diese Erfahrungen dürften sehr viele Menschen interessieren.

    Möchtest Du noch kurz 3 Fragen beantworten?

    1) Wodurch sind Dir die ersten Zweifel gekommen?
    2) Was ist passiert, was Deinen Ausstieg ausgelöst hat?
    3) Wie bist Du geworben worden?

  • #3

    Ronald (Freitag, 17 Juni 2016 17:14)

    1) Erste Zweifel kamen mir persönlich kurz nach meinem Einstieg im September 2015 - quasi der Rückzug aus Amerika. Als gelernter IT'ler war Amerika für mich bisher der größte Markt in der Online Werbebranche. Daher konnte ich ohne detaillierte Informationen den Rückzug aus Amerika nicht nachvollziehen. Den größten Zweifel erhielt ich Anfang Dez15 als ich ganz bestimmte Website nicht mehr fand und dann aber mehr negativ schreibende Seite fand und mich detaillierter damit befasste. Hervorheben möchte ich hier "maennerwelt.info" - denn diese Seite öffnete mir dann komplett die Augen zeigte mir, warum meine Fragen nicht beantwortet werden können - zumindest nicht von MAPpern, denn diese sind nur auf das Geld aus. Deswegen ein herzliches Dankeschön an Matthias und seine Website!

    2) Einen Ausstieg kann ich das noch nicht nennen, denn seit Mitte Februar ist mein Account wieder freigeschalten. Dies dauerte von Mitte Dez15 bis Mitte Feb16. Eingeloggt hatte ich mich dann nicht mehr - aus Sicherheitsgründen. Doch als MAP 2.0 kam und die neuen AGBs erneut bestätigt werden musste, wagte ich den Login und sah wie mein Account aktuell aussieht. Selbstverständlich habe ich bis heute die AGBs nicht bestätigt und diskutiere fleißig mit dem Support herum. Denn es geht um 11 CPs die mit der Umstellung ausgelaufen sind, obwohl seit Mitte Dez15 keiner geklickt hatte. Erklärungen erhalte ich vom Support keine, nur die Info, dass die Daten aus MAP 1.0 weg sind und ich die AGBs bestätigen solle. Wie bereits erwähnt, eine erneute Drohung bzgl. Sperre habe ich ebenfalls erhalten, weil ich seit Sept15 bis heute insgesamt 13 Tickets geschrieben habe. Dass der Support aber die Antwort-Funktion bei dem einen oder anderen Ticket deaktiviert hat, bleibt mir keine andere Wahl als ein neues Ticket zu öffnen um die Antworten auf meine Fragen zu erhalten.

    3) Geworben wurde ich durch eine Freund/Freundin weil sie wussten, dass wir auf der Suche nach einem kleinen Zusatzeinkommen waren. Es klang realistisch, wenn man darüber nachdenkt, aber der Einblick hinter die Kulissen zeigte, dass keine wahren echten externen Werbepartner dabei sind. Als jedoch die Sperrung kam, bekam ich keine Hilfe sondern Vorwürfe, warum ich denn auch so viel im Internet darüber lese. Ich sollte doch nur klicken.

    Ich hoffe, dass ich deine Fragen beantworten konnte.

  • #4

    Michael Zachrau (Freitag, 17 Juni 2016 17:41)

    Danke schön für Deine Antworten, sie geben allen Interessierten einen tiefen Einblick in ein übles Betrugsystem und in kriminelle Machenschaften.

    Ich finde es ganz toll von Dir, dass Du offen darüber berichtest, was Du erlebt hast - so wird den Drahtziehern, Betrügern und Hintermännern es immer schwerer, Bauernfängerei zu betreiben.

    Sieh zu, dass Du Dein Geld ausgezahlt kommst und KEINE weiteren Menschen in das "System" hineinwirbst.
    Mache dem Support klar, dass Du keinen Spass mehr verstehst und weiter Informationen an die Öffentlichkeit, z.B. die Verbraucherschützer gibst und auch nicht zögern wirst, die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten.

    Aber nicht erst ankündigen und dann nicht umsetzen.
    Sonst wird man Dir bis zuletzt auf der Nase herumtanzen...

  • #5

    Ronald (Freitag, 17 Juni 2016 18:28)

    Behörden sind informiert. Im Jan16 war ich bereits bei der Polizei.
    Bzgl. des Geldes - keine Hoffnung mehr. Als mein Account Anfang Feb16 noch gesperrt war, kam die Info von VX Gateway - dass ab Mär16 Gebühren für gelagerts/gesammeltes Geld anfallen. Da bei meiner einzigen Auszahlung, angefordert wurde das komplette verfügbare Guthaben, 0,18 $-Ct liegen geblieben sind - warum auch immer (?) - sorgte ich dafür, dass mein VX Account gelöscht wird. Aussage VX Support - müssen aber die Daten 6 Jahre aufbewahren.
    Kurze Zeit später - der Zufall (?) oder die Zusammenarbeit von MAP und VX - wurde mein MAP Account wieder frei geschalten.
    Also wollte ich die Löschung rückgängig machen - Daten werden ja 6 Jahre aufbewahrt. Aber nichts da ... sie wollten plötzlich Belege von allen bisherigen Einzahlungen, Rechnungen zur Zertifizierung usw und letzt endlich auch noch eine Begründung dafür.
    Das war mir dann zu viel und meine Daten wollte ich dann noch schützen - schließlich hatten sie schon genug.

    Ergebnis: MAP hat ein aktives nicht klickendes Mitglied, dass eh nicht mehr an sein Geld kommt. Haben sie also zum umverteilen gut gebrauchen können. Für mich war das bzgl. VX und MAP eine klare Bestätigung, dass diese beiden kriminellen Unternehmen zusammengehören.

    Das haben sie wirklich geschickt gemacht. Und genau das ist auch der Grund für meine Offenheit, um zu zeigen, wie diese Gauner, Betrüger oder wie man sie nennen möchte, vorgehen um Gegner los zu werden. Natürlich hatten sie vermutlich gehofft, dass es keinen Gegenwind gibt, aber diesen habe ich genutzt und nutze meine Erfahrungen dafür, dass hoffentlich keine neuen Mitglieder mehr ahnungslos und getäuscht da hineinfallen.

  • #6

    XXX (Freitag, 09 Dezember 2016 12:18)

    Ich war im Jahr 2014/2015 und zwangläufig prolongiert durch MAPS 2.0 bei MAP - gleich vorweg, ich habe kein Geld verloren, ich habe auch kein Geld verdient......verloren habe ich viel Zeit mit sinnlosem Klicken von Werbungen für diverse Parallelsysteme....wie extrem langweilig. ich habe selbst einige Einschaltungen für reale Verbrauchsprodukte geschalten bzw. ein paar digistore24- und ähnliche onlinesachen, alle mit realem Hintergrund - tausende Werbungen, tausende Klicks der anderen Zwangsverpflichteten über ca. 1,5 Jahre und kein einziges Geschäft daraus - das mag aber an der Auswahl meines Angebotes liegen und nicht zwangsläufig, dass ebenfalls eigentlich Uninteressierte nur schnell die täglichen 10 Klicks machen wollten...

    Warum habe ich aus MAPS kein Geld verdient: Den Einsatz von ca. 1.000 Euro (etwas mehr in US-Dollar) konnte ich (nicht aktiv im Werben anderer, unter 1.000 CP´s und nach einigen Monaten Langeweile auch kein Re-Investment mehr) gerade noch vor Umstellung auf MAP 2.0 rausholen - die Gebühren über VX-Gateway und MAP selbst waren meines Erachtens sehr hoch, man musste zudem ab einem gewissen Zeitpunkt darauf achten, dass bei VX kein Geld über den Monatsultimo herumliegt - das bedeutet überweisen von Kleinstbeträgen mit entsprechenden Mindestgebühren - dann wurde auf MAP 2.0 umgestellt - meine US-Dollar (über 250,-- und der eigentliche theoretische Geld-Gewinn) konnte ich nicht mehr rausholen, weil nur mehr Euro-Auszahlungen gemacht wurden - ich wurde also verpflichtet, meine US-Dollar in Euro-Credit-Packs zu investieren. Dabei gab es wieder eine kleine Schröpfung alleine aus der Umrechnung und natürlich blieben ein paar US-Dollar liegen, die nicht in ein ganzes EURO-CP investiert werden konnten. Weiter ging das Klicken bei nicht mehr gezahlten Mitgliedsbeiträgen sank auch der Profit-Share dramatisch - als ich mich entschloss, wieder mal ca. 80,-- Euro rauszuholen kam der VX-Zusammenbruch dazwischen - eigentlich sollte das Geld also noch bei MAP liegen - es gibt gewissen Fristen, ab wann seitens MAP seit der Umstellung auf MAP 2.0 Überweisungen weggehen - das, obwohl zu dem Zeitpunkt dieser Regel VX noch keine Umstände machte - man verwies immer auf Probleme bei der Umstellung und Sperrfristen bei Banken bla bla bla......

    Ich weiss nicht, wie es Leuten mit über 1.000 CP´s geht und ob die alle ihr Geld normal rausbekommen aber alleine in den fast 2 Jahren, seit dem ich MAP kenne (und es als das heil- und geldbringende Ding der Zukunft angepriesen wurde von "Lopocanern") gab es 2 Umstellungen und einen Zusammenbruch eines Zahlungsproviders, den MAP ausgewählt (oder wie ich vermute sogar selbst betrieben) hat........... mag sein, dass es glückliche MAPPER gibt, die schon etwas länger dabei sind und welche durch Provisionen ordentlich Schäfchen ins trockene geholt haben, aber das System riecht übel seit Beginn und die Personen im Hintergrund sind definitiv einen Backgroundcheck wert..... lasst die Finger davon, sage ich als "Nicht-Verlierer" eines solchen Systems