Keyword Recherche wird immer schwerer

Not set und not provided werden die TOP Keywords ;-)

Google behält die Keywords lieber für sich

Köln, 07.11.2012

Die Bedeutung der Auswahl der "richtigen" Keywords und ihre Relevanz für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung sind unter Online Marketing Experten unumstritten.

Die Domain, die Besucher der Zielgruppe erhalten möchte, um sie zu konvertieren, muss erst einmal unter den Keywords, die die Zielgruppe bei der Suche verwendet, gefunden werden.

 

Um Zieltraffic zu messen, verlassen sich SEO-Profis auf Tracking-Tools, die die Daten erheben und zum Teil bereits darstellen zur Analyse des Besucher-Verhaltens. Zur Analyse der organisch über Suchmaschinen wie Google kommenden Besucher haben sich in erster Linie mal Tools wie Google Analytics durchgesetzt, nirgendwo sonst bekommt man mehr für seine Zeit. (Zeit ist auch hier Geld und daher kommen viele andere "kostenlose" Micky-Maus-Tools am Ende teuer, da sie mehr Zeit fressen als das Original von Google).

 

Daher haben wir SEOs uns daran gewöhnt, dass uns Mama Google die "organischen" Keywords auf dem Silbertablett präsentiert, wann immer wir mal wieder daran arbeiten möchten.

 

So erfuhren wir stets zuverlässig, welche "organischen" Abfragen Konversionen auslösten und welche Keywords die höchste stickiness erzielte, wofür sich Kunden oder Wettbewerber oder einfach nur wieder SEOs sich noch interessierten etc. pp.

 

Es ist nun sicher schon vielen SEOs aufgefallen (mir schon länger auch, ja!) , dass in den letzten 12 Monaten beim Besucher-Tracking häufiger das Keyword nicht angegeben ist.

Es steht dann lapidar "not provided" oder "not set".

Entwicklung der not set Keywords
Google Analytics zeigt immer weniger Keywords, obwohl Google über diese Daten verfügt

 

Das hat so lange nicht gestört, wie es eine kleine Minderheit von Suchanfragen betraf.

Ich hatte in den letzten 2-3 Monaten aber das Gefühl, dass diese anonyme Keyword-Gruppe sehr stark wuchs. Jetzt habe ich doch heute (s. Grafik aus Google Analytics) einmal krüntlichsttt recherchiert und siehe da, es ist noch viel schlimmer als gedacht und gefühlt.

 

WER HAT SICH AN MEINEN KEYWORDS VERGRIFFEN?

 

Der oberste Datenwächter der Republik, Herrn Schaar (Bundesdatenschutzbeauftragter), dessen Reichsbedenkenträgerei sicher auch erfolgreich ist, hat dies allein durch seine "Aufklärung" nicht vermocht.

 

Eher schon die ständig steigende Anzahl der Nutzer, die anonymisiert sind durch ihr Log-In bei diversen Google-Diensten. Dass z.B. eingeloggte Google-Mail-Nutzer keinen Keyword-footprint in Analytics hinterlassen, wurde an anderer Stelle zweifelsfrei nachgewiesen.

Was tun, wenn die Keywords fehlen?

Genau, das wollte ich auch gerne wissen.

Solange es überhaupt noch organische Keyword-Angaben gibt und die Gleichverteilung angenommen wird (wobei ich eher das Gegenteil glauben könnte: der Anteil von Google-Diensten eher höher bei SEO-affinen Besuchern) kann sich jeder wohl noch helfen.

 

Doch was, wenn Google

1. Analytics weiter entwertet (z.B. wie durch die Herausnahme der Benchmarks in 2010)?

2. Die Google-Nutzer Zahlen das Facebook-Niveau erreichen?

3. SEO endlich als Ketzerei gebrandmarkt wird !!

4. Der Bundesdatenschutzbeauftragte die Weltherrschaft an sich reißt und Google in eine Datenschutzbehörde umwandelt und umbenennt Namen "Mini-Wahr" (Abkürzung für Ministerium für Wahrheit)

 

Ach, wie schön war die Zeit, als wir noch unseren Job machen konnten...

 

Alaaf aus Köln,

Michael Zachrau

 

P.S. : Hat einer eine zündende Idee, die wir dann gerne veröffentlichen in unserem nächsten SEO-Newsletter?

 

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