Ist Social Media für B2B wirklich sinnvoll?

Vergessen Sie den ganzen Blödsinn, den man Ihnen erzählt über die Relevanz von Social Media!

Jetzt haben wir es also auch noch in einem sehr lesenswerten Whitepaper von Searchmetrics streng wissenschaftlich bestätigt bekommen, dass Social Media Aktivitäten die Google Rankings stark beeinflussen, also stark korrelieren mit den Google Ergebnissen.

 

Für diesen Gottesbeweis wurden die Server ordentlich gequält: 30.000 SERP-Seiten von Google, 300.000 Titles, Descriptions und URLs.

 

Das Ergebnis wird in dem Papier gleich wieder neutralisiert durch die Aussage, dass Korrelation nicht gleichzusetzen sei mit kausalem Effekt. Das ist sehr verantwortlich von den beiden Autoren, Marcus Tober und Sebastian Weber, denn die Ergebnisse könnten die meisten Laien zu völlig voreiligen Schlüssen verleiten.

 

Es ist sicher keine Überraschung, dass gut rankende Seiten sich sehr leicht damit tun Comments, Shares und Likes zu erhalten, während weniger gut sichtbare Websites naturgemäß gar nicht die Benutzerzahlen haben für Social Media Aktivität. 

 

Google kann jedoch geschäftspolitisch unterstellt werden, dass es überhaupt kein Interesse hat, das Geschäftsmodell von Facebook und Twitter oder anderer Social Media Networks außerhalb Google+ massiv zu unterstützen.

 

 

Searchmetrics und die anderen Daten-Aggregatoren und auch viele Social Media Fritzen von den Agenturen haben jedoch ihrerseits ein massives Interesse ihren Kunden einzureden, diese und jene Signale seien wichtig und es sei höchste Zeit zu handeln, bevor es ein anderer, womöglich der Wettbewerber tut.

 

Das ist alles natürlich Quatsch und rein interessegetrieben.

Tatsächlich müssten Firmen, vor allem im B2B regelrecht gewarnt werden vor Social Media Experimenten, von denen noch bei keinem einzigen bekannt geworden wäre, dass es funktioniert hätte.

 

Dafür sind auch die Voraussetzungen in keinster Weise gegeben. Facebook sammelt erfolgreichst Stimmvieh und massenweise Jungvolk ein, was sich nicht im entferntesten für ERP-Systeme, Tagesgeld-Konten oder etwa Bohrfutter interessiert und auch keine neuen Dienstleister für Facility Management sucht, sondern nutzt Facebook für ihre private Kommunikation. 

Es verirren sich natürlich auch alte Testnutzer wie ich (49) dahin, aber meine Plattform ist wohl eher XING oder LINKEDIN. 

Ja, stimmt, bei Facebook muss natürlich jeder Consumer Marketing Verantwortliche sofort dabei sein, aber ich wiederhole es gerne nochmal zum Mitschreiben: Facebook ist NICHTS für B2B, zu teuer, falsche Zielgruppe, keine Erfolge bekannt. 

 

Fazit Februar 2012: Facebook ist absolute Zeitverschwendung für B2B.

 

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Chris (Mittwoch, 07 November 2012 01:28)

    Endlich mal jemand der Klartext spricht. Mir gehen diese gehypten und gleichzeitig völlig vagen "B2B Social Media Marketing"-Thesen schon seit Jahren auf den Sack. Schade das hier kein Facebook LikeIt-Button unter dem Artikel steht. Ich würde drauf drücken :-)

  • #2

    induux (Montag, 26 August 2013 12:45)

    Dass Social Media bei B2B-Unternehmen funktioniert, sieht man in unserem Social-Media-Ranking B2B auf induux (https://www.induux.de/rankings/social-media-b2b/). Dort erkennt man, dass es viele Unternehmen gibt, die sehr aktiv in Social Media sind und dadurch u.a. eine hohe Reichweite erreichen.
    Das Ranking bietet zudem einen sehr guten Überblick über die Aktivität in Social Media in den verschiedenen Industrie-Branchen.