Windows 7 - Mein letztes Microsoft Update

"Schalten Sie den Computer nicht aus. Installiert wird Update 8 von 34...

von Michael Zachrau, Köln

Ich habe meinen Laptop, einen Acer Aspire 5810 T im Juli 2009 gekauft, da ich beeindruckt war von den versprochenen 8 Stunden Batterie-Laufzeit.

Acer hat Wort gehalten, obwohl mit Alltags-Anwendungen und vernünftigen Energiespar-Einstellungen nie mehr als 4-6 Stunden möglich war.

Das Gerät hat niemals auch nur eine einzige Fehlfunktion gehabt.

Das Notebook ist auch sehr leise und obwohl das Display nicht entspiegelt ist, halte ich es für ein professionelles Arbeits-Gerät.

Es kam mit Windows Vista, einem Betriebssystem, mit dem Microsoft seine Fans eher enttäuschte, denn es war zwar chic, aber ressourcen-fressend und langsam.

Da bereits im Juli 2009 Acer so clever war, die Geräte mit einer kostenlosen Upgrade-Lizenz auf das angekündigte Windows 7 zu verkaufen, griff ich in Düsseldorf bei Saturn zu. Ein halbes Jahr später klappte der Umzug auf Windows 7 problemlos, das Gerät war sogar schneller geworden, die Anwendungen waren flüssiger.

2 Jahre habe ich dies nicht bereut, obwohl um mich herum immer mehr Menschen plötzlich ein Macbook Air von Apple hatten. Allen voran meine Frau, die als Lehrerin in einem Berufskolleg unterrichtet in Laptop-Klassen mit Macs und schon früh zu schätzen wusste, wie schnell ein Mac startet, sich im Netz einklinkt und vieles andere mehr.

Ich habe es zunächst für ein vorübergehendes Phänomen gehalten, bis ich selbst ein neueres Macbook Air nutzte und beeindruckt war von seiner Qualität und Performance.

 

Mein Arbeitspferd blieb aber weiterhin der Windows Laptop.

Bis zum 7.10.2011 - ab da war meine Geduld mit Microsoft zu Ende:

 

Warum blaue Schirme das Ende von Windows 7 sind

Update Screen Windows
Ein vertrautes Bild für Windows User

Nach den 34 Updates, die sicherlich 2 Stunden benötigten, war das Notebook nicht mehr vernünftig zu gebrauchen, denn das WLAN funktionierte nur noch sporadisch, die Batterie-Anzeige war defekt, mitten in der Anwendung fror alles ein, und was man schon längst überwunden zu haben glaubte und nur noch aus leidvoller Erinnerung an WindowsXP und Windows 2000, sowie Windows 98 kannte, geschah : Absturz mit Bluescreen.

 

Natürlich funktionierten jetzt auch USB-Sticks nicht mehr und vieles andere konnte nicht angesprochen werden.

 

Auch die interne Netzwerk-Karte hatte ihren Geist aufgegeben.

 

In früheren Zeiten hätte ich mir nun die Zeit genommen und wäre auf die Suche gegangen und hätte versucht mir selbst durch Foren-Rat und Google-Suche zu helfen.

Doch dafür ist mir nun meine Zeit zu schade.

Und es gibt eine Alternative, die Microsoft momentan ziemlich alt aussehen lässt.

Nach meinem letzten Windows Update sage ich lebwohl zu dem Treiber-Wahnsinn und den Netzwerk-Integrations-Problemen von Microsoft.

Es scheint aber nicht nur mir so zu gehen: Wenn selbst Microsoft Engineers auf einer Produktvorstellung bei Sony in Tokio das störrische Microsoft-Netzwerk nicht in den Griff bekommen und sich dortselbst die gleichen Szenen abspielen wie bei mir im Büro, beruhigt mich die Gewissheit, dass ich nicht nur einfach zu blöde für Windows bin.

Sondern zu anspruchsvoll.

 

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