Nun versteht Google auch noch Inhalte. Das semantische Web wird Wirklichkeit.

Durch eine unscheinbare Konvention namens "schema.org" können Suchmaschinen künftig Inhalt besser verstehen

Das semantische Web

Der Erfinder des World Wide Web, kurz WWW genannt, Tim Berners Lee, hat nicht nur das CERN in Genf (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, or European Council for Nuclear Research) sondern unsere Welt maßgeblich verändert.

Wenn wir heute Informationen suchen, greifen wir auf Suchmaschinen im Web zurück, die alle sichtbaren Websites indiziert haben und damit auf das moderne Orakel von Delphi.

Alle Enzyklopädien der Welt wurden durch Wikipedia ersetzt. Das Web hat unsere Kommunikation, unsere Einkaufsgewohnheiten, unsere Möglichkeiten global oder lokal zu interagieren potenziert - zu Kosten, die in keinem Verhältnis zum beträchtlichen Nutzen stehen.

Dennoch sind wir oft mit den Suchergebnissen nicht zufrieden, wenn wir z.B. nach Begriffen suchen, die mehrere sehr unterschiedliche Bedeutungen haben, wie etwa Avatar oder SOAP. Meinen wir nun den Film "Avatar" oder den persönlichen Online Agenten, meinen wir die Software-Architektur oder die Seifen-Oper bei SOAP?

Probleme dieser Art verschwinden im semantischen Web, denn allen Begriffen sind qualifizierende Bedeutungs-Kategorien zugeordnet, wie wir sie im Ansatz von den Meta-Tags kennen. Die Suchmaschine erkennt also, dass 2 oder mehr verschiedene grundlegende Bedeutungen existieren und bietet erst die Haupt-Auswahl an, bevor es die Ergebnisse ausgibt.

 

Rankings werden sich massiv verschieben

Zu einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit fanden sich zu diesem Ziel die größten Suchmaschinen-Betreiber der Welt bereit: Microsoft (Bing), Yahoo und Google in seltener Eintracht verabredeten die Konventionen, die für die Kategorien der Content-Einheiten gelten sollen. Der Name dieses neuen Suchmaschinenstandards: schema.org.

Dortselbst findet sich eine Art Tutorial für Webmaster, ein how to get started with schemas. Im Grunde handelt es sich um eine Art Spracherweiterung der HTML-Sprache, die üblichen, bereits bis heute schon für gute Rankings enorm wichtigen und dennoch von den meisten Websites total vernachlässigten Meta-Tags bekommen Zuwachs.

Suchmaschinen werden die Auszeichnung der Seiten mit diesen neuen Markups deutlich belohnen, denn nur über diesen (für Suchmaschinen unentgeltlichen) Anreiz werden sich die neuen Markups rasant verbreiten.

Dass sich diese Chance zu TOP Rankings smarte Suchmaschinenoptimierer entgehen lassen ist unwahrscheinlich, bis sich diese "Neuheit" jedoch die letzte Amateur-Homepage erreicht, wird mancher sich die Augen reiben, warum er Besucher verloren hat.

Vor dem Panda-Update, den wir in Deutschland im Augst erwarten, brauchen sich Verlage nicht zu fürchten, aber die konsequente Nichtbeachtung von schema.org könnte weitreichende Traffic- und Ranking-Verluste nach sich ziehen.

Dabei wollen aber viele Verlage nicht mitmachen, da sie befürchten gegenüber den Suchmaschinen ins Hintertreffen zu geraten. 

So wird bereits hinter vorgehaltener Hand zu einem Boykott aufgerufen, dem jedoch Insider keine Chance geben, da die Partikular-Interessen zu wiedersprüchlich sind und gemeinsames Handeln in der Vergangenheit eher die große Ausnahme blieb. 

Meta-Tag geht - schema.org kommt

Fazit: Wer sich jetzt beeilt mit der Auszeichung seiner Seiten, bekommt einen Logenplatz, den er voraussichtlich erst wieder abgeben muss, wenn große und content-reiche Websites bei schema.org einsteigen.

 

Das Geld liegt also mal wieder auf der Straße..., man muß es nur noch aufheben. 

Also ran ans Werk und schema.org umsetzen (lassen).

 

Wenn Sie dabei Hilfe brauchen : 0175 / 325 77 35

Kommentar schreiben

Kommentare: 0